Sensorische Integration

‚ÄěKleine Kinderh√§nde sollen tasten, f√ľhlen, spielen.
 Kleine Kinderh√§nde brauchen Hilfe und Vertrauen,
 Gro√üe Kinderaugen sollen freudig in die Zukunft schauen.‚Äú

Eveline Dächer

Sensorische Integration, von der amerikanische Ergotherapeutin und Psychologin Jean Ayres entwickelt, ist der unbewusste Prozess des Ordnens, Verkn√ľpfens, Deutens, Speicherns und Verwertens von Sinnesempfindungen der Nah- und Fernsinne, sowie Teil der normalen Fr√ľhentwicklung.

Nahsinne (Basissinne)

  • propriozeptiv-kin√§stetisch / Tiefensensibilit√§t √† Wahrnehmung √ľber Muskeln, Sehen und Gelenken                
  • taktil / Oberfl√§chensensibilit√§t √† Wahrnehmung √ľber die Haut und ihren Tastrezeptoren      
  • vestibul√§r / Gleichgewicht √† Wahrnehmung √ľber die Gleichgewichtsorgane im Innenohr

Fernsinne

  • visuell / Sehen
  • auditiv / H√∂ren 
  • gustatorisch / Schmecken
  • olfaktorisch / Riechen

Die Wahrnehmungsverarbeitung √ľber das zentrale Nervensystem

Proprozeptiv-kinästhetisches Sinnessystem:

√úber die Rezeptoren an den Muskeln, Sehnen und Gelenken werden Informationen √ľber die Muskelspannung und Gelenkstellung an das Gehirn gegeben und das K√∂rperschema (innere Landkarte √ľber unseren K√∂rper) ausgebildet, so dass eine Regulation der Muskelanspannung und fl√ľssige, gut angepasste Bewegungen erm√∂glicht werden.

 

Vestibuläres Sinnessystem:

√úber das Gleichgewichtsorgan im Innenohr erh√§lt unser Gehirn fortlaufend Informationen √ľber die Lagever√§nderung des Kopfes. Die vestibul√§re Wahrnehmungsverarbeitung hilft dem Gehirn, den K√∂rper gegen die Schwerkraft aufzurichten, die Muskelspannung zu regulieren, Bewegungsrichtung und Tempo wahrzunehmen, sich im Raum zu orientieren und Augen und Kopfbewegungen zu koordinieren.

 

Taktiles Sinnessystem:

√úber die Rezeptoren der Haut erh√§lt das Gehirn Informationen √ľber Ber√ľhrung, Druck, Vibration, Temperatur und Schmerz. Das taktilepikritische System erm√∂glicht uns ein Ertasten von Gegenst√§nden im Sinne von begreifen, das taktilprotopatische System dient als Abwehr- und Schutzfunktion.  

√úber die Sinnessysteme nehmen wir Reize auf, die an das Gehirn weitergeleitet werden. Jedoch werden nur diejenigen herausgefiltert, die f√ľr uns in einem bestimmten Augenblick wichtig sind, um sie dann zu einem Gesamteindruck miteinander zu verbinden, mit bereits gespeicherten Erfahrungen zu vergleichen und zu deuten. Diese Eindr√ľcke werden gef√ľhlsm√§√üig bewertet, so dass Gedanken zu bereits bekannten oder √§hnlichen Situationen entstehen k√∂nnen. Schlussendlich kommt es zu einer Antwort auf einen Reiz, die meist mit einer Bewegung verbunden ist.

Eine gelungene Wahrnehmungsverarbeitung steuert also auf diesem Wege die vielen komplexen Abl√§ufe, die notwendig sind, um erfolgreich handeln und sich bewegen zu k√∂nnen. 

 

 

Sensorische Integration bedeutet, aus vielen sensorischen Informationen ein ganzheitliches Bild zu erstellen,

um sich optimal, sinnvoll und variationsreich mit seiner Umgebung auseinandersetzen zu k√∂nnen und dabei eine Wohlbefindlichkeit zu erfahren. Die Sensorische Integration ist die Grundlage f√ľr alle h√∂heren Fertigkeiten und F√§higkeiten    (z.B. Sprache, Lesen und Schreiben, Rechnen, Aufmerksamkeit, emotionale Balance). Die Sinnessysteme arbeiten automatisch und unbewusst. Unser K√∂rperbild entwickelt sich prim√§r aus den drei Basissinnen und vermittelt jedem Menschen das Gef√ľhl daf√ľr, wer und wo es ist.

 

Ziele der SI-Therapie sind die Verbesserung der Neuralintegration und Selbstorganisation.

Im Verlauf sollen aber auch Selbstwertgef√ľhl, Bewegungsfreude, Erkundungsdrang und Leistungsantrieb beim Kind gest√§rkt werden, so dass es hinzukommende Entwicklungsschritte selbst√§ndig meistern kann.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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