THOP

Therapieprogramm für Kinder mit hyperkinetischem und oppositionellen Problemverhalten nach Döpfner/Schürmann/Fröhlich, 2007

 

 

„Die Bewegung des Lebens ist Lernen.“ oder „Supercalifragilisticoexpialidoso“

Mary Poppins

Das Therapieprogramm fĂĽr Kinder mit hyperkinetischen (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)) und/oder oppositionellen Problemverhalten ist fĂĽr Kinder im Alter von etwa 3 – 12 Jahren geeignet. 

Es  wendet sich an Eltern mit Kindern, die erhebliche Probleme haben, sich selbst zu steuern. Diese Schwierigkeit kann sich in ausgeprägten und häufigen WutausbrĂĽchen, aggressiven Verhaltensweisen, ausgeprägter Impulsivität, starker Unruhe oder Konzentrationsproblemen äuĂźern.

Es beruht auf Prinzipien und Therapiemethoden, die sich in vielen wissenschaftlichen Untersuchungen als ausgesprochen wirksam  erwiesen haben.

 

 

Die Therapiebausteine des Eltern-Kind-Programmes lassen sich in 7 aufeinander folgende Themenkomplexe zuordnen:

  1. Problemdefinition, Entwicklung eines gemeinsamen Störungskonzeptes und Behandlungsplanung (Bausteine 1 -4)
  2. Förderung positiver Eltern-Kind-Interaktionen und Eltern-Kind-Beziehungen, bspw. das Kind von der positiven Seite betrachten, FĂĽhren  eines „Was- ist-schön-Tagebuchs“, … (Bausteine 5 – 6)
  3. Pädagogisch-therapeutische Interventionen zur Verminderung von impulsivem und oppositionellem Verhalten bspw. das Aufstellen von Familienregeln, Stellen wirkungsvoller Aufgaben, Setzen von natürlichen Konsequenzen, … (Bausteine 7 – 12)
  4. Spezielle operante Methoden bspw. Punktepläne, Auszeit, … (Bausteine 13 – 16)
  5. Interventionen bei spezifischen Verhaltensproblemen, bspw. Spieltraining, Selbstinstruktionstraining, Selbstmanagement,  Hausaufgabenbewältigung, … (Bausteine 17 – 19)
  6. Stabilisierung der Effekte (Baustein 20)
  7. Ergänzende kindzentrierte Interventionen (Baustein 21)

 

Wichtige Grundprinzipien des Eltern-Kind-Programms

  • Konsequenzen mĂĽssen unmittelbar auf das Verhalten erfolgen
  • Verbale Konsequenzen (Lob und Tadel) mĂĽssen spezifisch sein
  • Konsequenzen mĂĽssen kontinuierlich erfolgen
  • Zuerst werden Belohnungsmethoden und danach Bestrafungstechniken vermittelt
  • Reaktionen auf mögliches Fehlverhalten sollen in jeder Situation bedacht werden
  • „Geben Sie keine Aufforderungen, setzen Sie keine Grenzen, wenn Sie nicht in der Lage sind, die Kooperation des Kindes auch wirksam durchzusetzen:“

Das Eltern-Kind-Programm wird an den individuellen Bedingungen der Familien und ihren Kindern sorgfältig zusammengestellt, d.h., die Auswahl der Bausteine orientiert sich an dem erarbeiteten Störungskonzept und an den definierten Therapiezielen.

Entscheidend fĂĽr den Erfolg des Programms ist die Mitarbeit der Eltern!

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